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Ausflugsziele rund um Niedertiefenbach
Rund um Niedertiefenbach gibt es viele Ausflugsziele, die sie schnell mit dem Fahrrad, Auto oder Motorrad erreichen können. Wie wär's mit einer Motorradtour in die Berge des Westerwaldes oder Taunus? Ohne große Steigungen oder Gefälle ist eine Fahrradtour entlang der Lahn ein entspannendes Erlebnis. Hier finden sie nun einige Beispiele für Etappenziele einer Erkundungstour:
Alte Lahnbrücke:
Wir sehen hier eine steinerne Bogenbrücke mit 6 Bögen. Die Länge
der Brücke beträgt 106 Meter, die Breite der einzelnen Bögen liegt zwischen 12m und
14m.
In der Mitte auf der Oberstromseite steht eine Steinfigur, hier handelt es sich um den Schutzpatron
der Brücken "Johann von Nepomuk".
Auf der Unterstromseite steht der heilige Nepomuk, gegenüber eines Steinkreuzes, das von
den Überlebenden der Pest von 1349 gestiftet wurde.
Wenn wir von der Oberstromseite nach rechts schauen, sehen wir den prachtvollen
Brückenturm. Er hat eine Grundfläche von 14 Meter.
Die Durchfahrt durch den Brückenturm ist nur in eine Fahrtrichtung möglich, dies wird
durch ein Ampelsystem geregelt, außerdem sehen wir nördlich des Brückenturms eine
Nische, darin steht eine Madonnenfigur mit Kind, diese stammt noch aus der
alten Brückenkapelle.
Limburger Altstadt:
Sie besticht durch ihre schönen Fachwerkbauten. In den engen Gässchen am Fuße des Domes
reihen sich die wunderschönen Fachwerkhäuser aus 7 Jahrhunderten aneinander.
Limburgs Fachwerkhäuser zählen zu den ältesten und schönsten in Deutschland.
Limburger Dom:
Kein Gebäude ist so herausragend wie der Limburger Dom. Auf einem Felsen oberhalb
der Lahn steht er, um sich in allen Richtungen prächtig ansehen zu lassen.
Eingeweiht wurde der Dom 1235. In seiner Bauweise spiegeln sich verschiedene
Epochen wieder.
Der Dom besteht aus 7 Türmen, da Anfang des 12. Jahrhunderts die Bauweisen reich
an Symbolik waren. Die 7 ist die Anzahl der Sakramente, da 7 die Summe aus 3 und 4 ergibt,
dürfen wir diese als die 3 göttlichen und 4 weltlichen Tugenden ansehen.
Wiederum ergibt 3 multipliziert mit 4 gleich 12, die Anzahl der Apostel und der
Stämme Jerusalems.
Im Inneren des Doms wurde das himmlische Jerusalem symbolisiert. Das Hauptschiff ist
wie die eine Strasse in der Stadt Jerusalem angeordnet, das Seitenschiff und die Empore bilden
die Häuser mit ihren Eingängen und Fenstern.
Die Wände mit ihren wunderschönen Ausmalungen erzählen biblische Geschichten.
Burg Runkel mit seiner alten Lahnbrücke:
Die Niederungsburg (35-40 Meter oberhalb der Lahn) wurde zur Sicherung der Lahnbrücke errichtet und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert.
Erstmalig wurde die Burg 1159 erwähnt, jedoch dürfte sie älter sein. Sie besteht aus einer
Ober-, Kern- und Unterburg. Die Oberburg ist jedoch seit ihrer Zerstörung eine Ruine, die allerdings begehbar ist. In der Unterburg ist ein Museum, eine Kapelle und ein Archiv untergebracht.
Einige Gebäudeteile werden bewohnt, die nicht wieder hergestellten Räume der Burg können besichtigt werden, auch kann der Hauptturm bestiegen werden, ein einmaliges, visuelles Erlebnis.
Führungen erfolgen täglich von 10h-17h (außer Montags).
Die heutige Lahnbrücke ist eine 1448 erbaute Bogenbrücke, die eine Länge von 80 Metern misst und ist eine der ältesten Brücken über der Lahn, die in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben ist. Erbaut wurde diese in 7 Jahren nach den Plänen von Graf Dietrich IV von Runkel. Leider gab es immer wieder Streit zwischen Schadeck und Runkel, vorausgehend aus einem Vertrag von 1288, der verbot dass ein burgenähnlicher Bau in Runkel errichtet werden durfte. Daher musste leider der Burgenturm auf der Brücke 1815 abgerissen werden. Nun wurde im Rahmen der 850-Jahr Feier 2009 von Runkel wieder das 1984 erbaute Brückenhäuschen aus Gitter und Holz auf der alten Lahnbrücke errichtet.
Basilika in Limburg- Dietkirchen:
Die romanische Lubentius-Basilika ist eines der bedeuteten Bauwerke der Region aus dem frühen
Mittelalter. Es handelt sich hierbei um eine rechteckige Saalkirche.
Die ehemalige Stiftskirche war bis in das 13. Jahrhundert die bedeutendste Kirche des mittleren und unteren Lahntals. Sie erhebt sich imposant auf einem
Kalksteinfelsen unmittelbar oberhalb des Lahnufers. Die Basilika bekam im wesentlichen im 11. Jahrhundert ihr heutiges Aussehen. Die Innenausstattung besteht aus Arbeiten aus dem 18. Jahrhundert. Geschichtlich können wir davon ausgehen, das sich an der Stelle der heutigen Kirche, die u.a. heute als Dorfkirche genutzt wird, ein hölzerner Vorgängerbau befand. Man schätzt das dieser sogar im 6. Jahrhundert errichtet wurde, der erste Steinbau wiederum lässt sich auf ca. 730 n. Chr. datieren.
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